Ein befreundetes Pärchen hat uns zu ihrer Hochzeit in Gretna Green eingeladen.

Dies wird nun die erste, echte Jungfernfahrt mit unserem Chillimobil.

Die grobe Planung der 20tägigen Reise wird uns entlang der Süd- u. Westküste Englands über die walisische Küste bis hoch zum Südzipfel Schottlands führen.
Eine genaue Planung werden wir nicht vornehmen, da wir uns die Spontanität nicht nehmen möchten.

So könnte unsere Reise aussehen:
Portsmouth /Plymouth /Lands`s End /St. Ives /Clovelly /Exmoor NP /Clevedon /Caldicot /Llanelli /Pembroke /Barmouth /Caernafon /Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch? /Llandudno /Liverpool /Blackpool /Kendal /
Dies sind geschätzte 5.000 km!!!

Wir sind schon gespannt, wie die Tour tatsächlich aussehen wird!

 

2017 Roadtrip to Scotland

Da dies der 3. gemeinsame Schottlandbesuch von Frauchen und Herrchen ist, fühlen sie sich wie zu Hause!
Da dies der 3. gemeinsame Schottlandbesuch von Frauchen und Herrchen ist, fühlen sie sich wie zu Hause!

Hier geht es zur Bildergalerie Schottland 2017📷

2017-06-14 Tag 1/20
Endlich ist es soweit.

Am Mittwoch, den 14.06.2017 fuhren wir, mit Heidi am Steuer, um 21:16 Uhr mit dem Chillimobil Richtung – Endziel-Großbritannien.
Da nur wenig Verkehr auf der Strecke war, fuhren wir ganz entspannt mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.

2017-06-15 Tag 2/20
Um 2:45 Uhr kommen wir in Dünkirchen an.

Unsere Fähre war für 12:10 gebucht, allerdings konnte wir kostenlos 2 Stunden vorher, oder 2 Stunden später abfahren.
Wir entschieden uns für die Abfahrt um 10:10 Uhr, so konnten wir noch etwas schlafen.
Ein junges Pärchen mit einem Husky hatte leider keinen gültigen Impfschutz für Ihren Hund und wurde wieder weggeschickt. Folgendes ist für die Einreise nach Großbritannien zwingend notwendig:

  1.  Meine Halter müssen einen EU-Heimtierausweises mitnehmen
  2. Ich bin mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein
  3. Ich war zum  Zeitpunkt der Erstimpfung gegen Tollwut mindestens 12 Wochen alt und die Impfung wurde von einem ermächtigten Tierarzt verabreicht. Die Gültigkeitsdauer der Impfung reicht bis zum Ende der vom Hersteller angegebenen Impfschutzdauer. Dies gilt auch im Falle von Wiederholungsimpfungen. Eine Wiederholungsimpfung gilt als Erstimpfung, sofern diese nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer erfolgte. Die Impfung liegt nicht vor dem Zeitpunkt der Kennzeichnung.
  4. Meine Einreise darf erst frühestens 21 Tage nach Abschluss des vom Hersteller für die Erstimpfung empfohlenen Impfprotokolls erfolgen.
  5. Darüber hinaus erhielt ich eine (durch einen Tierarzt durchgeführte und dokumentierte) Bandwurmbehandlung, die 1-5 Tage (24-120) Stunden vor der geplanten Ankunftszeit in England stattfand.

Um 8:00 Uhr gingen wir kurz Gassi und wurden dann durch diverse Kontrollen in die Warteposition geleitet. Alles war perfekt durchorganisiert.
Um 9:35 fand das Boarding statt, danach mussten alle Menschen die Fahrzeuge verlassen, die Tiere durften liegenbleiben.
Wir legten um 10:10 Uhr ab und pünktlich um 11:15 Uhr, nach 2 Stunden Fahrt, verließen wir die Fähre um an den Cliffs of Dover spazieren zu gehen.

Die Cliffs of Dover!
Die Cliffs of Dover!
Idylle auf den Cliffs of Dover!
Idylle auf den Cliffs of Dover!

Dann wollten wir, entlang der Küstenstraße nach Eastbourne fahren, der Stadt mit dem schönsten Pier Grossbritanniens.
Bedingt durch die engen Strassen kamen wir wesentlich langsamer voran als geplant, verwarfen dieses Vorhaben und fuhren direkt zur Horam Manor Campsite.
Dort angekommen begrüsste uns Graham, der Campsitemanager. Graham ist Schotte und stammt 15km von Herrchens Geburtsort Perth! Darum bat er uns, die deutsche Übersetzung der Parkordnung auf Fehler zu korrigieren.
Nach Sonnensegelaufbau, Abendessen und dem 1. Single Malt , entschlossen wir uns, hier um eine  Nacht zu verlängern!
Es gab noch ein Guiness und ein Curios Brew Lakeside mit Erdnüssen im benachbarten Pub, bevor wir in die Kojen gingen.
P.S. Sehr zu empfehlen!

2017-06-16 Tag 3/20
Morgens bestand unsere Nachbarin Hanneke Biker darauf, uns 6 Eier aus dem Dorf mitzubringen. Hanneke kommt aus Ter Apelkanaal bei Groningen, NL und züchtet Basenjis.

Wir haben gehört, dass die Briten hundeverrückt sind aber so verrückt. In Eastbourne sprachen bestimmt 20 Passanten meine Besitzer begeistert an, mich streicheln zu dürfen. Dennoch durfte ich leider nicht in das Indische Restaurant, wie auch nicht in allen anderen Restaurants.

Der Pier von Eastbourne ist, unseres Erachtens, nicht so schön, wie der Brighton Pier. Aber der Beachy Head mit entschädigt dafür um so mehr. Nach einem tollen Spaziergang, bei dem wir neben dem imposanten Leuchtturm am Fuße der Cliffs auch eine tieffliegende eine Spitfire, ein Jagdflugzeug aus dem 2. Weltkrieg, sehen und hören durften, kehrten wir die 20 Meilen zurück nach Horam.

The Beachy Head Lighthouse.
The Beachy Head Lighthouse.
Der Pier von Eastbourne.
Der Pier von Eastbourne.

Just for fun prüften wir den Wetterbericht für Schottland und stellten fest, dass für die nächsten 2 Wochen nur eine Regenwahrscheinlichkeit von 50-70% prognostiziert wurde.

Besser kann es nicht werden, dachten wir. Kurzentschlossen änderten wir unseren ursprünglichen Plan und bereiteten uns auf Schottland vor. Südengland und Wales können wir immer noch mal besuchen und außerdem war es uns hier zur Zeit viel zu warm!!!

2017-06-17 Tag 4/20
Nachdem wir uns bei allen Nachbarn verabschiedet haben, reservierte uns Grahams Frau noch eine Übernachtungsmöglichkeit im Snowdon Base Camp, für die kommenden beiden Nächte, da wir uns nicht sofort festlegen wollten. Schließlich wussten wir auch nicht, wie lange wir für diese Reise benötigen würden. Der Eigentümer des Snowdon Base Camp wollte erfahren, wo unsere Campsite ist. Er buchte dann bei Grahams Frau einen Stellplatz, denn er wollte seinen Kumpel in Brighton besuchen. Eine echte Win-Win Situation.

Um kurz nach 11 verließen wir Horam und pausierten um 14:30 Uhr, nachdem wir das Verkehrschaos um London umwunden hatten. 9 Stunden und 320km später kamen wir in Barmouth an!!!  Wir kauften noch Käse, Brot, Oliven und Weintrauben, denn alle Restaurants oder Pubs in Barmouth waren entweder überfüllt, geschlossen oder ich durfte nicht mit hinein. Wir überlegten uns, die erste Nacht wild auf einem Parkplatz zu campen. Die Situation war nicht ganz eindeutig. Campen war auf dem Parkplatz verboten, aber man konnte ein 24h-Ticket lösen. Da noch drei große Campmobile auf dem Parkplatz standen, trauten wir uns auch, denn wir dachten uns, wenn kontrolliert wird, sind die offensichtlichen Campmobile eher dran als wir ?! Aber erst genossen wir noch unser nettes Abendessen auf diesem wirklich schönen Strand.

Die Skyline von Barmouth.
Die Skyline von Barmouth.

2017-06-18 Tag 5/20
In der Nacht wurden wir auf einmal durch Scheinwerfer geblendet. Nachdem wir 5 Minuten wie versteinert da lagen, verschwanden die Scheinwerfer wieder! Um ca. 7 Uhr wurden wir durch die Morgensonne geweckt. Mit Blick auf den Strand und das Meer fiel uns das Aufstehen leicht. Noch bevor nun doch jemand auf die Idee kommen würde, wir hätten hier wild gecampt, parkten wir unser Chillimobil um. Das Parkticket war scheinbar für ganz Eastbourne gültig. Nach einem kleinen aber feinen Frühstück, einem wunderschönen Strandspaziergang, schenkten wir einem dankbaren aber zahnlosem, walisischen Ehepaar noch unser Parkticket. Wir verließen Barmouth um gemächlich den wunderschönen Snowdonia National Park zu durchqueren.

In einem Teeroom im Herzen von Portmadock, einem von Touristen sehr gut besuchten Örtchen, genossen wir den besten Cappuccino unserer Rundreise und einen noch besseren Apple-Crumble. Außerdem erstand Heidi in einer British-Heart-Foundation einen praktischen Picknick-Rucksack.

Es war nicht so einfach, das Snowdon Base Camp zu finden. Nachdem wir in Rhyd-Ddu, im Cwellyn Arms das Campticket gekauft hatten, aßen wir typisch walisisch:

Lammburger und Sirloin Rindburger mit Pommes und Salat, als Getränk: ein West Indies Guiness Porter

Snwodon Base Camp.
Snwodon Base Camp.

Dann zurück zur Campsite, das Sonnensegel aufgebaut und etwas chillen. Dabei hat Heidi hat ihre 1. Yoga-Lehrprobe vorbereitet. Einziger Nachteil: immer wenn ein Auto auf die Campsite fuhr, bekamen wir eine riesige Staubwolke ab. Nach dem Gassi gehen stellte wir fest: es gibt 2x Campareas, einen für Motorhomes mit Stromanschluss und einen weiteren für Zeltcamper. Der Blick von dem zweiten  auf einen See mit Hügeln im Hintergrund war idyllisch. Das Gepäck konnte in dafür kostenlos bereitgestellten Schubkarren zum Ort des Zeltens gefahren werden.

Aber sei es drum, morgen geht es Richtung Lake District weiter nach Schottland!!!!

In der Nacht weckte uns irgend so ein Depp mit einem sehr lautem Motorrad, der durch die engen Strassen raste! Dieses geschah in den folgenden Nächten an anderen Standorten noch ein paar Mal.

2017-06-19 Tag 6/20
Nachdem Heidi Yoga praktizierte, wollten wir nach einem englischen Frühstück (Bacon, Beans & Eggs) mit dem Zug zum Snowdon-Mountain fahren. Ein Nachbar erzählte uns, dass es von dort eine schöne Aussicht über den National Park geben würde. Da meine Besitzer nicht wussten, ob ich mit im Zug fahren durfte und die Sicht diesig wurde, entschieden wir uns weiter nach Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch zu fahren.

Aber, außer dass der Stadtname Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch der längste der Welt ist, bietet dieses Dörfchen recht wenig, außer eine Menge Möglichkeiten, sich mit dem Stadtnamen fotografieren zu lassen.

Das nächste Ziel ist die kleine Bäderstadt Llandudno, welche uns durch ihre Schönheit überraschte. Mit ihrer Seebrücke, der tollen Marina und den kleinen Eisdielen ist sie wirklich eine Reise wert.

Nach drei Stunden ging es weiter in den Lake District National Park. In Bowness-on-Windermere gab es an den ersten beiden angefahren Campingplätzen keine Stellplatz mehr für uns, aber so richtig sagten sie uns auch nicht zu.  Am dritten hat uns Sheenah Denby ein tolles Angebot gemacht. Anstelle 33 £ bezahlten wir den Mitgliederpreis von nur 23 £!!!

Auch die Umgebung mit der Marina war enttäuschend, so dass wir uns schon auf die Abreise freuten.

2017-06-20 Tag 7/20
Um ca. 12:00 Uhr verließen wir den Campingplatz, durchquerten das laute, touristische Örtchen Bowness-on-Windermere in Richtung Keswick. Unser Ziel war der Castlerigg Stone Circle, einen 5.000 Jahre alten Steinkreis, mit 38 bis zu 3m hohen Steinen, zu gelangen. Die Beschilderung ist recht dürftig, aber es lohnt die Mühe auf sich zu nehmen.

Danach ging es auf der idyllischen B528 weiter in Richtung Buttermere. Heidi wollte von der Zufahrtsbrücke in Grange unbedingt ein Foto machen. Sie fand ein kleines Teestübchen sowie einen Hinweis zu einem naheliegenden Campingplatz. Von dort wollten wir das Städtchen zu Fuß erkunden. Aber dieses stellte sich als zu große Herausforderung heraus. Nachdem wir 20 Minuten vor der Rezeption auf der Hollows Farm gewartet hatten, fuhren wir zu dem Campingplatz. Da dieser nicht so gut erschlossen war, entschlossen wir uns nun über dem dem Honister Pass nach Buttermere zu fahren.

Der Honister Pass.
Der Honister Pass.

Nach einer kurzen Pause im Fish Inn am wunderschönen Honister Pass, befindet sich auf Höhe des gewaltigen Moss Force Waterfall, ein großer Viewpoint. Hier parkten wir, um ein Stück zu Wandern. Unterwegs trafen wir ein Ehepaar, welches mit Blick auf die 10 Berggipfel picknickten. Wir beschlossen, hier unser Nachtlager aufzuschlagen und wieder wild zu campen. Nach einer Weile, gesellte sich noch ein Pärchen mit ihren beiden Hunden in einem T4, sowie ein junger Mann in einem T3 zu uns.

2017-06-21 Tag 8/20
Nach einer sehr ruhigen Nacht, übte sich Heidi bei ganz feinem Nieselregen im Yoga, bei 21 Grad Celsius.

Dann wuschen wir uns in dem Wasserfall, frühstückten und fuhren gegen 8:30 Uhr weiter nach Buttermere, einem kleinen romantischem Dorf, welches auch zum Übernachten eingeladen hätte. Die Gegend um Buttermere ist unser Favorit der bisherigen Tour!!!

Nach einem Tankstop, füllten wir in einem Aldi unsere Vorräte auf, denn nun geht es über die Grenze nach Schottland. Das Radio spielte Smooth Radio, den Sender, den wir schon aus Edinburgh kannten, während wir bei trockenem Wetter, aber auf nassen Strassen, Richtung Carlisle fuhren. Auf der M6/A74 Höhe Lockerbie wurden wir alle drei durch einen lauten Knall erschreckt. Ein Tornado Kampfflugzeug überholte uns in 30m Höhe und kippte im 90Grad Winkel nach rechts, um weiter im Tiefflug dem Verlauf der Autobahn zu folgen. Da muss man echt aufpassen, dass man nicht das Lenkrad verreißt, aber es sah schon sehr imposant aus.

In Stirling sahen wir die Rotunde des Denkmals der Schlacht von Bannockburn nebst Reiterstandbild von Robert the Bruce. Das touristisch aufgemachte Museum, konnten wir nur kurz besichtigen, da Hunde dort nicht erlaubt waren. Also gingen wir noch zum Stirling Castle, auf dem Rückweg fand Heidi wieder einmal den Weg in ein Geschäft der British-Heart-Foundation!

An Herrchens Geburtsstadt Perth, fuhren wir vorbei zur Ostküste. Die beiden hatten die ehemalige schottische Hauptstadt schon vor 2 Jahren besucht.

Auch Montrose passierten wir, da es auch hier sehr touristisch zuging.

Plötzlich sah Herrchen ein Campingschild. Wir folgten dem schmalen Weg in ein Tal, unter einer Brücke her. Niemals hätten wir gedacht, dass hier ein Campingplatz sein könnte. Mit einem weiteren Hinweis, wurden wir zu einem Bauernhof geleitet. Das ganze Objekt sah nicht sehr vertrauenswürdig aus, da der Hof eher einem Schrottabladeplatz ähnelte, aber dennoch schellte Engelbert, da es auch schon dämmerte. Der Campsitemanager war überaus freundlich und schaffte es auch relativ geschwind, uns einen Stellplatz für 14£ zu vermieten. Dieses war umso erstaunlicher, da sein „Büro“ als Stauraum für Kinder- und Hundespielzeug, als aber auch von Dingen, die man mal gebrauchen könnte, missbraucht wurde!Die Camparea mit 16 Pitches war mit 4 Parteien belegt, die alle Hunde hatten. Der Campingplatz war OK, aber der Hammer war, dass uns nur eine Düne vom 100m entfernten Lunan Bay Strand trennte, einem der schönsten Strandabschnitte Großbritanniens!!! Beim Vorbereiten des Abendessens, fing es leicht an zu regnen.Nach dem Essen kam der Starkregen, bei dem wir  unser Quartier innerhalb von 2 Minuten aufbauten. Dann kam das Gewitter und ich hatte mal wieder richtig Angst!!!

2017-06-22 Tag 9/20
Um 5:00 Uhr stand Herrchen auf, weckte Frauchen einfühlsam in dem er sein Hose und seine Waschtasche suchte und ging mit mir um 5:30 Uhr zum Strand.

Lunan Bay Beach.
Lunan Bay Beach.

Um 6:45 Uhr kamen zurück, weckten wieder ganz einfühlsam Heidi indem wir das Frühstück vorbereiteten.. Nach Yoga & Frühstück, gingen wir diesmal gemeinsam zum Strand.

Gerade als Heidi im Ort Inverkeilor zwei große, hässliche Hausschweine fotografierte, passierte uns ein prall gefüllter Touristenbus, um den schönsten Strandabschnitt von Großbritannien zu okkupieren!!! Wir hatten mal wieder alles richtig gemacht!

Auf dem Weg entlang der Küste kamen wir an Ethie Castle vorbei. Da uns der Garten nicht so interessierte, sparten wir 8£ Eintritt und rollten weiter.

Dafür besuchten wir in Stonehaven das Dunnottar Castle. Doch zuerst stärkten wir uns mit dem besten Sirloin Burger, den wir jemals gegessen hatten. Dunnottar Castle ist der sehenswerte Touristenmagnet an der Ostküste. Allerdings sind auch innerhalb der Burg keine Hunde erlaubt.

Dunnottar Castle.
Dunnottar Castle.

Über eine steil abfallende Straße gelangten wir später in den kleinen Fischerort Pennan, in dem der Kultfilm „Local Hero“ gedreht wurde. Die 300m lange Straße wird an einer Seite von Häusern gesäumt, an der anderen Seite begrenzt eine 5m breite Promenade den Ort. Das war es. Am Südende der Straße befindet sich der bei Ebbe sehr trostlos aussehende Hafen, am Nordende die Klippe. Dieser Ort ist nur etwas  für Menschen, die Einsamkeit lieben.

Weiter entlang den Klippen sollten wir in Old Rattray 20m hohe Wanderdünen sehen. Nachdem wir eine schöne Kirchenruine mit einem kleinen Friedhof ablichteten, wurde der Weg immer unebener. Tiefe Schlaglöcher, große Pfützen, viele Insekten und keine Parkmöglichkeiten sorgten dafür, dass wir nach 3/4 des Weges unverrichteter Dinge umkehrten. Da sahen wir ein Schild: Westerbonnyton Farm, Camping. Für 10£ bekamen wir auf einen Stellplatz auf den Klippen mit einem fantastischen Meerblick. Einziger Wermutstropfen, bei unserer Ankunft begann ein leichter Nieselregen. Wir bauten also schnell das Caddymobil in die Schlaffunktion und bereiteten unter einem Baum das Essen. Dann hörte der Nieselregen auf und wir aßen zu Abend. Bis ins Bett gingen, saßen wir draußen und schauten aufs Meer.

 

Unser nächstes Ziel waren die Orkney Inseln um die Papageientaucher (Puffins) zu beobachten. Da es oft jedoch schwierig sein sollte, diese zu entdecken planten wir unseren neuen Kurs: die Highlands.

2017-06-23 Tag 10/20
Nachdem uns die Sonne um 7:00 Uhr brutal weckte, frühstückten wir bei warmen aber windigen Wetter. Weiter entlang der Küstenstraße erreichten wir Banff, wo wir uns die Stadt und das schönste Duff House Grossbritanniens (leider eingerüstet) ansahen. Heidi probierte dann den zweitschlechtesten Cappuccino während dieser Reise ?

In Cullen bestaunten wir das Cullen Burn Viaduct, welches über den Dächern der Bewohner gebaut wurde, da eine Bewohnerin angeblich nicht ihr Grundstück der Eisenbahnlinie verkaufen wollte.

Der nächste Stop war die schönsten Whisky Destillerie Schottlands: Strathisla in Keith, Speyside. Mit ihren beiden schönen Pagoden können wir diesen Titel nur bestätigen.

Strathisla Destillery in Keith, Speyside
Strathisla Destillery in Keith, Speyside

Von folgten wir dem Whisky Trail zur Aberlour-Destillerie in Charleston of Aberlour, Speyside. Diese Destillerie hat ein nettes Empfangshaus als Visitorcenter umgebaut, aber das war es auch schon.

Die nächste Station: Loch Ness. Der erste Campingplatz im Carngorms National Park sah nicht so toll aus, auch war die Rezeption nicht besetzt. Der zweite angefahrene Campingplatz war ein schickes kleines Hotel mit einem gemütlichen Pub. Jedoch hatte der Besitzer nur eine Genehmigung für 5 Stellplätze, die leider alle schon belegt waren. Eine weitere Stunde umfuhren wir Loch Ness, da fanden wir endlich einen Wigwam Campingplatz für 26,60£. Das Abendessen fand bei aufkommenden Wind statt.

2017-06-24 Tag 11/20
Wir sind nach einem guten Frühstück um die landschaftlich sehr reizvolle Südspitze des Loch Ness gefahren, um dann wieder in Richtung Norden Inverness zu gelangen. Somit hatten wir das Loch umrundet, ohne das berühmt, berüchtigte Monster gesehen zu haben.

Im Fort Augustus interessierte uns, wie hunderte andere Touristen auch, die fünfstufige Schiffsschleuse. Heidi bekam Hunger auf einen frisch in einer Metzgerei zubereiteten Hamburger. Doof war nur, dass er roh verkauft wurde?! Ab Fort Augustus kam ein B&B, ein Visitorcenter, ein Nessi-Souvenirladen nach dem anderen und die Strasse war voller Touristenbusse. Gut, dass wir am Vorabend ohne Stress und Touristen den See bewundern konnten. Somit hatten wir wieder alles richtig gemacht!

Mit kurzer Pause sind wir über Inverness, nördlich nach Alness zur schön gelegenen  Dalmore Destillerie gefahren. Die Rezeptionistin war uns so sympathisch, dass wir auch hier eine Flasche kauften.

Weiter Richtung Helmsdale an Bohrinseln vorbei gelangten wir nach Tain, in dem die Glenmorangie Destillerie beheimatet ist. Auch hier erstanden wir einen Single Malt. In Brora fanden wir den Hinweis auf einen Campingplatz. Wir folgten der Straße und erreichten ein Landhaus. Da sich an der Rezeption niemand befand, erkundeten wir das Gelände und sahen einen benachbarten Campingplatz, direkt am Strand, der leider voll belegt war. Von der Landhausrezeption rief uns eine kleine alte Frau, die Besitzerin des Campingplatzes. Für 10£ konnten wir bei aufkommenden Sturm einen, von Bäumen leicht geschützten Platz beziehen. Kurz darauf kam ein älteres Ehepaar, Typ Flodder, mit einem kleinen Geländewagen und einen riesigen Wohnwagen. Erst sahen wir nicht, wir rochen sie, und das trotz des Windes!!! Die Bremsbeläge des kleine Geländewagens qualmten und stanken bestialisch, aber die beiden meinten, das wäre normal! Nach einigem Rangieren standen sie 2m entfernt von uns, obwohl sie auf der anderen Seite noch 25m Platz zum nächsten Wohnwagen hatten! Als Heidi dann auch noch die total abgefahren Reifen bemerkte,  nahmen wir uns vor noch vorsichtiger zu fahren!!! Der Sturm machte unseren Nachbarn auf der anderen Seite, einem nettem, jungen Pärchen zu schaffen. Sie ungefähr 2 Stunden brauchten, um ihr kleines 3 Mann Zelt aufzubauen.

2017-06-25 Tag 12/20
Früh morgens haben wir wieder bei herrlichen Sonnenschein gefrühstückt. Als Herrchen das junge Pärchen fragte, wie man denn morgens schon Bier trinken könnte, sagte er ihm, er sei Schotte?! Nachdem wir uns von allen verabschiedeten, verließen wir, den Flodders freiwillig Vorfahrt gebend, die Campsite. Das war ein Fehler, da sie auch die Abmessungen ihres Gespannes unterschätzten! und Nach einigen Versuchen schafften sie es, durch die Ausfahrt zu kommen. Gut dass sich an der ersten Kreuzung unsere Wege trennten! Wir fuhren durch die überwältigende Landschaft der Highlands bis Balnakeil Beach und Snoo Cave bei Durness.

Balnakeil Beach.
Balnakeil Beach.
Snoo Cave bei Durness.
Snoo Cave bei Durness.

Der North Coast 500 folgend haben wir bei Loch Eriboll pausiert. Ein älterer, lustiger Mann servierte uns Käsesandwich, Tomatensuppe und Gingerbier.

Nächster Stop: Tarbet. Ein Übersetzen zur Vogelinsel Handa Um vielleicht Puffins zu sehen war leider nicht mehr möglich, da der Fährbetriebe um 17:00 Uhr eingestellt wird. Wir überlegten, hier wild zu campen, vermuteten aber, dass auf Handa keine Hunde erlaubt seien. In  Scourie angekommen, stellten wir uns auf einen schönen, terrassenartig angelegten Campingplatz mit Blick auf die Bucht. Hier trafen wir die Münchner, in Ihrem Mercedes Campmobil die letzten 3 Tage immer unseren Weg kreuzten.

2017-06-26 Tag 13/20
Am Morgen verabschiedeten wir uns von unseren Nachbarn, einer Gruppe von Kanuten um im Restaurant auf der Campsite zu frühstücken. Beim Bezahlen des Stellplatzes sagte mir die Managerin, dass Hunde auf Handa nicht erlaubt sind! Wieder mal alles richtig gemacht, dachten wir uns.

Nach dem schottisches Frühstück (Baked Beans, Scrambled Eggs, Rolls, Pizza, Toast) und leckerem Cappuccino, haben wir die Hauptstrasse rechts verlassen. Diese Strecke war weder für Gespanne noch für Wohnmobile geeignet. Auf bergigen, 2,5m breiten Wegen landeten wir in Drumbeg. Hier gab es einen Viewpoint und einen Lebensmittelladen, in dem wir ein lecker Eis und einen Drumbeg Cask Strenght Whisky (Bruichladdich) kauften. Der Stoer Head Leuchtturm ist zu vermieten und hier gab es für uns auch am Parkplatz den drittschlechtesten Cappuccino.

Nach Tanken bei Tesco in Ullapool, einer sehr schönen Hafenstadt, wollten wir noch eine Stunde weiterfahren um dann irgendwo unser Nachtlager aufzuschlagen.

Bei einem sehr schönen Wasserfall, war die Versuchung schon sehr groß, aber es war noch nicht perfekt. Diese Situation hatten wir nun öfter, scheinbar werden wir immer wählerischer.

Am Little Gruinard Beach bei Leide, Achnasheen war es dann soweit. Es standen dort auf einem Parkplatz direkt am Meer schon 3 Wohnmobile. Unter anderem auch die Münchner und Jamie mit seinem Husky. Jamie ist ein begeisterter Angler und von Beruf Koi-Karpfen-Teich-Bauer. Der Platz war perfekt, aber für Herrchen fast schon überfüllt. Jamie schenkte uns Citronella-Stäbchen nebst Porzellan-Halter gegen die „Mitches“. Dies sind 1-2mm große Mücken, die nicht stechen sonder beißen. Aber unseren „deutschen“ Mücken sind sie weit überlegen, was ihre Anzahl pro potentiellem Opfer, als aber auch dem „Jucken“ angeht. Jamie meinte nur, er hätte noch nie einen Strand erlebt, wo sie so aggressiv sind. Toll!  Aber dank seiner Citronella-Ansteck-Stäbchen, wurden wir kaum gebissen. Nach einem fantastischen Sonnenuntergang schliefen wir glücklich in unserem Chillimobil ein.

 

2017-06-27 Tag 14/20
Morgens haben wir zusammen mit den Mitches bei milden Temperaturen gefrühstückt. Wir verabschiedeten ums von den Münchnern, Jamie war schon wieder angeln.

Für uns ging es weiter auf Schottlands No. 1 Regeninsel: Skye.

In dem Fischrestaurant Kishon Seafood Bar hat Heidi eine leckere Fischsuppe und ich ein Skye-Ale getrunken. Wir stellten fest: egal wo, die Schotten sind einfach nur nett.

Über die Kyle-Brücke gelangten wir bei bestem Wetter auf die Insel Skye.

Anstelle der Hauptstrasse sind wir die nicht so stark befahrene Straße nördlich bis nach Milovaig gefahren.

Da es bald dämmern würde, waren wir auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz. Leider war keiner 100%ig! Auf dem Rückweg gelangten wir wieder an einen von Bergen und Hügeln umsäumten See.  Hier fanden wir unser Nachtquartier an einem kleinen Wasserfall bei 15 Grad und Sonne.Kurze Zeit später bekamen wir Besuch von einem jungen Köllner Pärchen, die mit ihrem T3 100m weiter ihr Lager aufschlugen.

2017-06-28 Tag 15/20
Um 6:00 Uhr sind wir aufgestanden und in einem kalten Gebirgsbach baden gewesen. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter in Richtung Norden zum Coral Beach, den wir aber nicht fanden (vielleicht fehlte uns aber auch die richtige Motivation).  Ins Duntulm Castle wollten Frauchen und Herrchen nicht, dass es viel zu warm war um mich im Auto zu lassen. Allerdings besuchten wir noch die Talisker Destillerie. Am Rande der Talisker Bay, im The Old Inn, trank Heidi den schlechtesten Cappuccino im unfreundlichsten Pub auf der ganzen Tour?!

Bei 21 Grad erreichten wir den schönen Ort Portree, der mittlerweile von Touristen übervölkert wurde. Ein schottisches Pärchen, welches wir schon aus Drumbeg und der Kishon Seafood Bar kannten, kam uns hier wieder freudestrahlend entgegen. Mark überraschte uns damit, dass er einige Zeit für eine Frankfurter Bank gearbeitet hätte. Danach waren wir noch in einem sehr gut sortierten Whisky Store. Der Vater der Besitzer besaß einmal 3x Rhodesien Ridgebacks in Simbabwe.

Wir verließen Portree und fuhren zum Eilean Donan Castle.

Eilean Donan Castle.
Eilean Donan Castle.

Hier empfahlen uns die Kölner, die wir auf Skye getroffen hatten, einen Imbiss der Prawns zubereitet. Wir kamen mit der Inhaberin ins Gespräch und bestellten ingesamt 3x Portionen. Den angebotenen Discount lehnten wir ab, da wir bestens unterhalten wurden. Es ging gestärkt, aber nicht satt,  weiter Richtung Süden.

Durch eine traumhafte, hügelige Landschaft fahrend war unser nächstes Ziel das bekannte Glennfinnan-Viadukt. Wir wollten das Viadukt aus nächster Nähe sehen. Als Heidi dann, im wahrsten Sinne des Wortes, nasse Füsse bekam, verließen wir das Moor und gingen zurück, um den Touristenweg zu benutzen. Plötzlich schlug Chilli an. Auf der anderen Ufer Seite sahen wir ein plüschiges Geweih, an dem ein großer, äsender Hirsch hing. Unglaublich, um diese Uhrzeit mussten wir uns auf der Aussichtsplattform  noch durch 30 fotografierende Asiaten kämpfen, um das Aquädukt bei Hellem zu sehen.

Da wir nicht wussten, ob der Fährbetrieb um diese Uhrzeit noch stattfand, fuhren wir über Fort William Richtung Oban. Unterwegs suchten wir eine Übernachtungsmöglichkeit. Beim ersten Campground, an einem See gelegen,  waren uns die sanitären Anlagen zu weit vom Stellplatz entfernt. Die zweite Campsite war eine überbuchte Farm. Der dritte Campingplatz gehörte zu dem Snob-Campingclub, auf dem wir schon in Windemere waren. Aber sogar der war schon ausgebucht. Unterwegs fotografierten wir am Loch Linie das Castle Stalker. Der vierte Campingplatz, die Seaview Bayside, war es dann. 200m entfernt vom Strand, beste sanitäre Anlagen und wieder mal ein freundlicher Manager. Bei blauem Himmel und warmen Wetter verbrachten wir draußen den Abend.     Wieder mal, alles……!!!

 

2017-06-29 Tag 16/20
Am Morgen nach dem Frühstück brachen wir bei leicht einsetzenden Nieselregen auf.

Oban ist eine echt schöne Stadt, die leider auch von vielen Touristenbussen frequentiert wird. Ohne den starken Regen wäre sie noch schöner gewesen.Heute kommen auch unsere Nachbarn in Edinburgh an. Hoffentlich haben sie besseres Wetter. Direkt am Hafen parkten wir das Chillimobil und gingen gleich in die nette Destillerie, in deren Besucherzentrum ich leider wieder nicht durfte. Wir begegneten einer älteren, deutschen Dame, die auch hoch zum McCaigs Tower wollte. Bedingt durch eine Baustelle, war der übliche Weg versperrt. Als wir die schlecht ausgeschilderte Umleitung fanden, verabschiedete sich die alte Dame  da sie ihren Bus nicht verpassen wollte. Oben angekommen hätten wir eine fantastische Sicht über Oban gehabt, wenn der Regen nicht gewesen wäre. Mich brachten sie dann ins Auto und sie besuchten noch einige Geschäfte, bevor es dann weiter Richtung Dumfries ging. Bei dem Wetter kann man auch mal 170 Meilen Auto fahren.

Oban mit McCaigs Tower
McCaigs Tower

Bevor wir in Moffat für diesen, uns mittlerweile bekannten, Snob-Campingverein 30£ zahlen wollten, fanden wir südlich von Moffat einen See, an dem auch schon zwei Wohnmobile auf einem Grillplatz standen. Es war bereits 21:30 Uhr, der Grillplatz war videoüberwacht, aber hier war Übernachtungs- und Alkoholverbot. Also fuhren wir zurück zu einem Parkplatz der National Trust of Scotland, bezahlten 3£ Parkgebühr in einem schönen Tal,  an einem Bach und übernachteten hier ein letztes Mal in unserem Chillimobil, bevor wir morgen in Gretna unser Hotelzimmer beziehen.

 

2017-06-30 Tag 17/20
Morgens um 7 Uhr war unser Chillimobil schon abfahrbereit. Gerade beim Frühstück fuhr ein Ranger vor, der beim Entleeren des Parkautomaten auch  prüfte, ob wir bezahlt hätten. Danach nickte er uns zu und fuhr auf den gegenüberliegenden Parkplatz. Hier öffnete er seinen Informationsstand, den wir am Abend nicht gesehen hatten und begrüßte 5 Minuten später einen Touristenbus. Wir fuhren zurück in die Stadt Moffat, um mal wieder ein opulentes Frühstück, bestehend aus Steaktoast und Burger, einzunehmen.

Moffat ist eine hübsche, aber von der Bevölkerungsstruktur gesehen, sehr alte Stadt. Unzählige Antiquitätengeschäfte sind hier beheimatet.

Auf dem Weg nach Gretna besuchten wir in Annan die Annandale Destillerie von 1830. Bei unserer Ankunft entdeckten wir Schotten in der bekannten Tracht. Diese Destillerie, die 2014 wieder eröffnete wurde,  produziert einen Likör und einen geblendeten Whisky.

 

Gerade als wir fahren wollten, sprachen uns Schotten in Kilts in akzentfreien Deutsch an. Sie

kamen aus Deutschland, spielten in einer holländischen Bagpipe & Snare Drum Gruppe und nahmen an diesem Wochenende bei einem Stadtfest in
Annan an einem großen Turnier teil. Also gingen wir mit  Bagpipe Musik zurück zur Destillerie, fotografierten und fuhren dann weiter nach Gretna in unser Hotel.

Gretna ist englisch, Gretna Green ist schottisch. Nach ausgiebiger Hygiene ging es zu Fuß an einer stark befahrenen Straße zum Blacksmith von Gretna Green. Dieser Ort wurde quasi um das Trauzentrum des Hufschmieds erbaut.Zurück in Gretna kauften wir in einem CoOp, Bier, Brot und Dips, schauten fern und schliefen ein.

2017-07-01 Tag 18/20

Gretna Green

Um 8 Uhr standen wir auf, da das leckere, schottische Frühstück nur bis um 9:00 Uhr serviert wurde. Da wir noch bis 12 Uhr Zeit hatten, gingen wir noch in die Outlet Mall, aber nur zum gucken, nicht zum shoppen. Danach zurück ins Hotel, um uns für die Hochzeit umzuziehen. Mit dem Caddymobil ging es dann nach Gretna Green. Der Parkplatz musste allerdings um 18:00 Uhr geräumt werden. Bob meldete sich, dass sie sich um 30Minuten verspäten würden und ob er in Gretna Green auch einen Brautstrauß kaufen könnten. Um 12:05 trafen die Nachbarn bei schönstem Sonnenschein, aber leichten Wind, ein. Der auch deutsch sprechende Blacksmith, Andrew, erfragte vorab welche Wünsche Edith und Bob in der Hochzeitszeremonie haben. Die Hochzeit war traumhaft und ein Bagpiper sorgte für die passende musikalische Untermalung. Im Gretna Green Inn woolten wir dann die Hochzeit von Lady Edith Jacobsmeyer of Glencoe und Lord Bob Simmonds of Glencoe bei einem schottischen Essen feiern. Kaum hatte ich auf meiner Decke gelegen, kam die Serviererin und sagte: „No dogs allowed!“. Also brachte mich Herrchen bei einsetzenden Regen ins Auto. Wir hatten uns so etwas schon gedacht. Gegen 18:00 Uhr verabschiedeten wir uns von der Hochzeitsgesellschaft, gingen ins Hotel, zogen uns um, ab zum Inder, Heidi bestellte sich noch ein tolles aber viel zu reichhaltiges  Chicken Vindaloo, zum Mitnehmen. Zurück im Hotelzimmer noch gegessen und dann erschöpft ins Bett.

2017-07-02 Tag 19/20
Nach dem wir wieder viel zu viel gefrühstückt hatten, bepackten wir das Chillimobil. Der Duft von gebutterten Toast und gebratenen Speck hing über dem gesamten Parkplatz. Aber wir konnten, vollgefuttert wie wir waren, das nicht riechen.  konnten wir nicht mehr riechen!!! Nach dem Gassi gehen, fuhren wir gegen 10:30 Uhr bei durchwachsenen Wetter nach Süden zu unserem letzen Campingplatz in Elham. Die Fahrt sollte ca. 5,5 Stunden für 379 Meilen dauern. Nach einigem Suchen fanden wir den Goldpark Leisure Campground. Dieses war mit Abstand der schlechteste, dafür aber mit 30£ auch der teuerste Campingplatz. Die sanitären Anlagen waren vorhanden und sauber, aber stark renovierungsbedürftig. Der Campingplatzmanager, der in einem Wohnwagen lebte, war super nett. Einziger Vorteil dieses Campingplatzes: es gab keine Leinenpflicht. Die einzigen beiden weiteren Stellplätze, von ca. 40, waren wohl von 2x Dauercamperpärchen belegt, welche sehr speziell, aber doch nett waren.Bei tollsten Wetter aßen wir zu Abend. Da wir uns nur 20 Autominuten von Dover entfernt befanden, würden wie wahrscheinlich die 10:00 Uhr Fähre nehmen.

2017-07-03 Tag 20/20
Kurz nach 9:00 standen wir auf und verzichteten auf das Duschen. Nach kurzer Verabschiedung beim Manager,  tankten wir auf dem Weg zum Fährhafen, fuhren durch die Kontrollen, welche auch hier perfekt organisiert waren, um 11:50 Uhr auf die Fähre, die um 12:10 ablegte.

Um 15:10 Uhr kamen wir in Dünkirchen an.

In der Gegend um Brüssel, hatten wir kurz die Idee, noch in Zealand zu campen, verwarfen die Gedanken schnell wieder, weil Herrchen nach Hause wollte.

Nach 4.800 km oder 2.980 mi waren wir um 22:00 Uhr wieder zu Hause.

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